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10 Tipps für die psychische Gesundheit in Corona-Zeiten

10 Tipps für die psychische Gesundheit (MHE - Mental Health Europe und pro mente tirol)

Die weltweit anhaltende Corona-Krise erleben auch ÖsterreicherInnen als einschneidenden psychischen und emotionalen Ausnahmezustand. Das Zusammenleben auf engem Raum, die fehlenden Rückzugsmöglichkeiten mit den daraus folgenden Konfliktsituationen, die bestehende berufliche, soziale und gesundheitliche Unsicherheit sowie die finanziellen Belastungen führen zu Aussichtslosigkeit, Angstzuständen und Panikattacken, zu Unruhe und Aggressivität sowie zu depressiven Verstimmungen. Selbst überwertige Ideen und Wahnvorstellungen sind bereits bekannt. Hinzu kommen noch somatoforme Symptome und körperliche Beschwerden wie Atemnot, Herzklopfen und ein Engegefühl im Brustbereich. Besonders betroffen sind alle jene, die bereits an einer Depression oder Angststörung leiden.

Umso wichtiger ist es, in diesen Zeiten gut auf das eigene psychische Gleichgewicht zu achten:

1. Darüber reden: Teilen Sie Ihre Sorgen und Ängste mit Ihren Freunden und Familienmitgliedern.

2. In Kontakt bleiben: Telefonieren oder skypen Sie mit Ihren Lieben, mit den Eltern und Freunden. Vereinbaren Sie dazu auch fixe Zeitpunkte. Durch die vielen Kommunikationsmöglichkeiten lassen sich tragfähige Kontakte auch in Zeiten der sozialen Distanzierung aufrechterhalten. Ein Austausch tut der Seele gut!

3. Reden über andere Themen: Achten Sie darauf, dass "Corona" nicht alle Gespräche dominiert, reden Sie über andere, nicht belastende Themen.

4. Den Tag planen: Strukturieren Sie Ihren Tagesablauf sehr genau. Nehmen Sie sich darüber hinaus täglich etwas Bestimmtes vor, was Ihnen Freude macht oder erledigen Sie Aufgaben, die vielleicht schon länger liegen geblieben sind. Stehen Sie auch jeden Tag zur gleichen Zeit auf, planen Sie Ihre Mahlzeiten und alle Ihre sonstigen Aktivitäten.

5. Fit und Aktiv bleiben: Körperliche Betätigung wie regelmäßige Gymnastik und Kochen sind Möglichkeiten, aktiv und fit zu bleiben und kommen dem Bedürfnis nach Bewegung und Abwechslung nach.

6. Kreatives tun: Malen, Basteln, Lesen, Schreiben, sich Fortbilden – all das sorgt für Ablenkung und fördert die geistige Aktivität.

7. Machen Sie Ordnung: Tun Sie das, was Sie schon lange tun wollten! Ein kleines Beispiel: Das "Ausmisten" und das Ordnen von Schubladen und Kästen ist eine sinnvolle Beschäftigung, befreit und macht ein gutes Gefühl.

8. Suchen Sie glaubwürdige Informationen und vermeiden Sie übermäßigen Medienkonsum: Informieren Sie sich zielgerichtet und bei seriösen Medien. Vertrauen Sie glaubwürdigen Informationsquellen und meiden solche, die Angst und Panik verbreiten. Setzen Sie sich eng begrenzte "Medienzeitfenster" und nehmen Sie ganz bewusst Offlinezeit.

9. Suchen Sie Rückzugsorte: Auch in kleinen Wohnungen soll jeder eine eigene Ecke haben, wohin er sich ungestört zurückziehen kann.

10. Versuchen Sie die Zeit nach "Corona" gedanklich zu gestalten: Was möchten Sie erreichen? Kann ich meine Beziehungen zu Freunden, Nachbarn und Verwandten verbessern? Bin ich im Einklang mit mir, mit den Mitmenschen, mit Gott und der Welt? Achte ich auf meine spirituellen Bedürfnisse?

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