Frau

Stimmungsstörungen

Von quälenden Gedanken wie von Hunden angefallen,
weiß ich nicht, nach welcher Seite mich wenden.
Franz Grillparzer

Depression ist durch eine gedrückte Stimmung charakterisiert. Die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, Zufriedenheit und Freude zu empfinden. Das Interesse an früher wichtigen Dingen wie Partnerschaft, Freunden, Beruf und Freizeitaktivitäten geht verloren. Die Patienten spüren eine quälende innere Leere und Gefühllosigkeit. Sie leiden unter einem verminderten Selbstwertgefühl, und viele werden von Schuldgefühlen und Selbstanklagen gepeinigt.
 
Als Überbegriff für diese depressiven Stimmungsstörungen wird manchmal der Begriff „Losigkeitssymptome“ verwendet, da viele Eigenschaftswörter, die die Endsilbe „-los“ enthalten, die Stimmungsveränderungen bei der Depression treffend beschreiben: freudlos, lustlos, wertlos, hoffnungslos, ...
 
Diese negative Stimmungslage ist durch äußere Einflüsse kaum zu beeinflussen. Dadurch gelingt es kaum, depressiven Patienten durch tröstende Worte eine längerfristige Erleichterung ihrer Beschwerden zu vermitteln. Ebensowenig sind die Betroffenen fähig, sich selbst Mut zu machen. Gut gemeinte Ratschläge von Angehörigen, Freunden oder schlecht informierten Therapeuten führen dazu, dass sich die Betroffenen nur noch schlechter fühlen, da sie sich nicht in der Lage sehen, diesen Ratschlägen zu folgen.
 
Depressive Stimmungsstörungen können so zermürbend sein, dass die Erkrankten ihr Leben nur noch als sinnlose Qual begreifen. Im schlimmsten Fall wird als einziger Ausweg manchmal nur noch die Selbsttötung, der Suizid, gesehen.

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