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3. Fachtagung "Tabu Suizid - Wir reden darüber"

Ein Suizid verändert das Leben. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr so, wie es war. Hilflos bleiben PartnerInnen, Kinder, Eltern, FreundInnen, KollegInnen, Professionelle zurück. Der Schmerz des Verlustes geht oft einher mit der Frage nach dem WARUM, dem Verlassen-Sein und mit Schuldgefühlen. Die Tabuisierung der „Selbsttötung“ und das damit verbundene Schweigen machen die Last für die Hinterbliebenen umso drückender.Dieser Tag dient dazu, zu informieren, miteinander über ein Thema ins Gespräch zu kommen, das oft verschwiegen wird und hilflos macht. Der Kreislauf Tabu - Einsamkeit - Schmerz - Trauer, dessen Elemente sich gegenseitig verstärken, soll unterbrochen werden, Schritte in Richtung Heilung dürfen geschehen, z.B. durch ein Abschiedsritual für Hinterbliebene.

ReferentInnen:

Vortragende und Gesprächskreise (vor- und nachmittag):

  • Prim. Univ.-Prof. Dr. Christian Haring, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Landeskrankenhaus Hall - Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie B: Tabu Suizid
  • Mag. Gertrud Larcher, Pädagogin, Sterbe- und Trauerbegleiterin, Rainbows Tirol: Kinder und der Tod. Kinder als Hinterbliebene nach Suizid.
  • Mag. Regina Seibl, Pädagogin, Gesellschaft für Psychische Gesundheit - pro mente tirol, Kontaktperson der Selbsthilfegruppe Hinterbliebene nach Suizid Innsbruck: Über die Hintergründe, den Sinn und den Umgang mit Schuld und Schuldgefühlen in der Trauer nach Suizid (Gesprächskreis: Besonderheiten der Trauer nach Suizid)

Weitere Gesprächskreise (nachmittag):

  • DSA Dr. Gottfried Gabriel, Psychotherapeut in freier Praxis: Umgang mit einer "Suizidankündigung“
  • Mag. Astrid Höpperger, Psychotherapeutin, Telefonseelsorge: Umgang mit Angehörigen nach einem Suizid
  • Mag. Margaretha Schneider, Psychotherapeutin, Klinikseelsorge: Öffentliche Formen von Trauer nach einem Suizid
  • Mag. Dr. Gerhard Waibel, Psychotherapeut in freier Praxis: Was hilft, was schadet Angehörigen in der Trauer nach Suizid?

Zielgruppen:
Angehörige, FreundInnen, beruflich mit dem Thema Befasste, wie PsychotherapeutInnen, (Haus-)ÄrztInnen, Pflegepersonen, BegleiterInnen, Psychosoziale BeraterInnen, MitarbeiterInnen von Feuerwehr, Polizei, Rettung, die mit Suizidankündigung konfrontiert sind, einen Menschen durch Suizid verloren haben, einen Menschen nicht vom Suizid abhalten konnten oder Zeugen eines Suizids geworden sind.

Termin und Ort:
Samstag, 5. November 2011, 9.00 bis 17.00 Uhr
Haus der Begegnung, Rennweg 12 und Gesellschaft für Psychische Gesundheit - pro mente tirol, Karl-Schönherr-Str. 3, Innsbruck

Unkostenbeitrag:
€ 46,--. Ermäßigung auf Anfrage möglich!

Mehr Information:
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Weitere Information und Anmeldung:
Haus der Begegnung, Tel. 0512-587869, Email: hdb.kurse(at)dibk.at

Veranstalter: Haus der Begegnung, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Gesellschaft für Psychische Gesundheit - pro mente tirol

KooperationspartnerInnen: Univ.-Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Sozialpsychiatrie Innsbruck, Landeskrankenhaus Hall - Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikseelsorge Innsbruck und Hall i.T., Telefonseelsorge, Abteilung Familie und Lebensbegleitung der Diözese Innsbruck, Bildungshaus St. Michael, Tiroler Landesverband für Psychotherapie, Landesschulrat für Tirol, netzwerk krebs_vorsorge_nachsorge, Evangelisches Bildungswerk in Tirol, Katholisches Bildungswerk Tirol, start pro mente - Sozialtherapeutische Arbeitsgemeinschaft Tirol, Zentrum für Ehe- und Familienfragen, "Der Brunnen" im DEZ und HPE - Hilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen

5. November 2011 - 3. Fachtagung "Tabu Suizid - Wir reden darüber"